Der Clown singt Kings of Leon. Oder One Republic. Und eigentlich soll es Bohlen sein…

DSDS disqualifiziert sich selbst. Ich kann gar nicht so viel kotzen, wie mir DSDS zu fressen gibt. Mit Musik hat das ja gar nix mehr zu tun. Oder mit singen. Gefühlte dreieinhalb Tausend Stimmen drunter und drüber gelegt, so dass selbst ein Lombardi-Clown für die Masse toll klingt. Und Bohlen sagt ja auch, er singe ganz gut. Kann doch gar nicht Scheiße sein, ist doch Bohlen. Übrigens: Nichts gegen den Clown. Ein netter Kerl ist er ja. Um so schlimmer auch für ihn. Wird er merken, was da mit ihm gespielt wird? Er ist doch ein allzu leichtes Opfer. Man sieht förmlich schon die Aasgeier über ihm kreisen, sich anschleimen und dann mit seinen Kröten verschwinden. Und da er so harmlos dumm ist, liebt ihn die Masse. Frei nach der Bildzeitung zu Guttenberg: „Scheißegal ob er singen kann.“
Wer hätte gedacht, dass man sich alte DSDS-Zeiten zurücksehnt. Als Thomas Godoj noch mit einer echten Band live sang. Seine „Let it Be“-Interpretation, eines der ganz großen Musikcover.
Der Kölner Stadtanzeiger meint, es gäbe heute keine richtigen Stars mehr, zu unterschiedlich seinen die sozialen Schichten, die Präferenzen der einzelnen gesellschaftlichen Gruppen. Das kann man allen Ernstes nur meinen, wenn es um einen Star geht, der über kein Können verfügt. Geht es um Kunst und Können, dann gibt es nach wie vor Stars, Leute die in ihrem Handwerk, ihrer Profession brillieren, etwas Neues, Unerhörtes schaffen und so sich Respekt und vielleicht auch Ruhm verdienen können. Auch Lena beispielsweise ist nicht die größte Sängerin vor dem Herrn, aber sie hat ihre eigene Kunst, ihr eigenes Können, dass ihren Gesang unverwechselbar, naiv und einzigartig macht. Nicht immer brilliant, aber durchaus wahrnehmbar. Pietro kann einfach nicht gut singen und hat menschlich nur seine wahrscheinlich komplett ungespielte naive, bzw. dumme Art.
Aber die Massen lieben ihn. Und jetzt singt er einen Song, der wie „Marchin On“ von der Gruppe One Republic klingt, gemixt mit „Use Somebody“ von den Kings of Leon. Und steht auf Platz eins. Yeah Yeah Yeah.
Sarah Engels war auch nicht unbedingt die Königin der Gesangskunst, aber sie konnte singen. Und so war es nachgerade rührend traurig, wie sie im Arm von Pietro gute Miene zum bösen Spiel machte, als dieser seinen Titel als Superstar versuchte zu singen (und dabei nicht zu sehr das Playback zu stören).
Dass dieser Wettbewerbe irgendetwas mit singen zu tun hatte, kann man nicht behaupten. In dieser Staffel ging es irgendwie nur darum einen Star schaffen. Egal wie. Egal warum. Egal womit.
In der letzten Staffel konnten die beiden letzten Prolls immerhin noch ganz gut singen. Diesmal war das egal.
Schade und Langweilig.
Ich höre jetzt auf zu kotzen

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